Photo by Thomas Hubauer, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0Rotes Meer — Tauchen & Schnorcheln: Hurghada oder Sharm el-Sheikh?
Wracks oder Wände, Tagesboot oder Safari, Anfänger oder Profi: der ehrliche Vergleich der beiden großen Tauchreviere am Roten Meer für 2026.
Kurz gesagt: Sharm el-Sheikh hat die spektakuläreren Steilwände und Weltklasse-Riffe direkt vor der Haustür — Ras Mohammed und die Straße von Tiran gehören zum Besten, was das Rote Meer zu bieten hat. Hurghada punktet mit legendären Wracks, mehr Auswahl an günstigen Tauchbasen und der besseren Anbindung an Tauchsafaris in den entlegenen Süden. Wer als zertifizierter Taucher steile Drop-offs und dichten Fischschwarm will, ist in Sharm meist glücklicher. Wer Wracks liebt, sein Budget im Blick hat oder auf ein Liveaboard umsteigen möchte, fährt mit Hurghada oft besser. Beide Orte sind per Direktcharter ab Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichbar und tauchbar — das ganze Jahr über.
Dieser Guide vergleicht die beiden Reviere ehrlich: Tauchplätze, Wassertemperaturen, echte Preise in Euro, Marine-Park-Gebühren und die Frage, welcher Hub zu welchem Taucher passt.
Der schnelle Überblick: zwei Hubs, zwei Charaktere
Hurghada liegt an der ägyptischen Festlandküste, etwa auf halber Höhe des Roten Meeres, und ist der Klassiker unter den deutschen Pauschalzielen — riesige Auswahl an Hotels, Tauchbasen im Minutentakt und ein reges, manchmal etwas hektisches Umfeld. Sharm el-Sheikh sitzt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel, ist tendenziell gehobener, ruhiger und internationaler ausgerichtet, und die besten Tauchplätze liegen näher am Hafen.
| Kriterium | Hurghada | Sharm el-Sheikh |
|---|---|---|
| Lage | Festlandküste, zentrales Rotes Meer | Südspitze Sinai, Golf von Akaba |
| Highlight-Tauchen | Wracks (Abu Nahas, Thistlegorm), Giftun-Riffe | Ras Mohammed, Straße von Tiran, Steilwände |
| Niveau | eher Anfänger- und mittelfreundlich | stark auch für Fortgeschrittene/Wände |
| Preise | tendenziell günstiger, mehr Wettbewerb | etwas höher, mehr 4–5-Sterne-Umfeld |
| Liveaboards | starker Ausgangspunkt (Süden) | eher für Nord-Routen & Thistlegorm |
| Einreise | reguläres Visum nötig | kostenloser Sinai-Stempel (nur Süd-Sinai) |
Einen tieferen Blick auf jeden Ort liefern die eigenen Reiseführer zu Hurghada und Sharm el-Sheikh.
Die Top-Tauchplätze im direkten Vergleich
Hier liegt der eigentliche Unterschied. Sharm el-Sheikh hat die dramatischeren Unterwasserlandschaften, Hurghada die berühmteren Wracks — und beide teilen sich mit dem SS Thistlegorm das wohl bekannteste Wrack des Roten Meeres.
| Tauchplatz | Basis | Typ | Niveau | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Ras Mohammed | Sharm | Steilwände, Nationalpark | Anfänger–Profi | Hunderte Korallenarten, dichte Fischschwärme |
| Straße von Tiran | Sharm | 4 Riffe (Jackson, Woodhouse, Thomas, Gordon) | mittel–Profi | Strömungstauchen, top zum Schnorcheln |
| Ufernahes Tauchen Sharm | Sharm | Hausriff | Anfänger | erster Tauchgang ohne Bootsausfahrt |
| Blue Hole (Dahab) | Sharm (Tagestour) | Loch/Wand | erfahren | weltberühmt, nur für Geübte |
| Abu Nahas | Hurghada | Wrackfriedhof | mittel–Profi | Carnatic (1869), Chrysoula K, Kimon M |
| Gota Abu Ramada | Hurghada | Korallenblock | Anfänger | das „Aquarium" von Hurghada |
| Fanadir | Hurghada | Riff (Nord/Süd/Ost) | Anfänger–mittel | Kraken, Skorpion- und Steinfische |
| Giftun-Insel | Hurghada | Nationalpark-Riffe | Anfänger–mittel | Canyons, Höhlen, Orange Bay zum Schnorcheln |
| SS Thistlegorm | beide | WWII-Wrack | fortgeschritten | Kriegsfracht, langer Bootstag von beiden Orten |
Sharm el-Sheikh: Steilwände von Weltrang
Die besten Tauchzentren von Sharm konzentrieren sich rund um Naama Bay. Das Herzstück ist der Nationalpark Ras Mohammed an der Südspitze des Sinai: Hunderte Korallenarten, senkrecht abfallende Wände und eine überaus reiche Unterwasserwelt, über Wasser gesäumt von Mangroven. Viele nennen ihn schlicht das Juwel des Tauchsports im Roten Meer — und das mit gutem Grund. Der Park ist per Yacht oder Bus in 30 bis 40 Minuten erreichbar, die Ausfahrten laufen meist von etwa 8 bis 14 Uhr.
Der zweite große Name ist die Straße von Tiran: eine unbewohnte Insel am Eingang zum Golf von Akaba, um die herum vier berühmte Korallenriffe liegen — Jackson, Woodhouse, Thomas und Gordon. Hier taucht man oft in Strömung, was die Plätze für Fortgeschrittene reizvoll und für den dichten Fischbestand verantwortlich macht. Zum Schnorcheln sind die flachen Riffdächer ebenso ein Traum.
Wer erst einmal hineinschnuppern will, macht seinen ersten Tauchgang ufernah in Sharm selbst — bequem, ohne Bootsausfahrt, mit Einweisung. Und für erfahrene Taucher lockt das weltberühmte Blue Hole bei Dahab, rund 1,5 bis 2 Autostunden nördlich, das im Rahmen auswärtiger Tauchtouren angefahren wird. Das angrenzende Riff eignet sich hervorragend zum Schnorcheln, das Loch selbst ausdrücklich nur für Geübte. Mehr Details bündelt unser Tauchführer für Sharm el-Sheikh.
Hurghada: Wracks, Riffgärten und mehr fürs Geld
Hurghadas Unterwasser-Signatur sind die Wracks von Abu Nahas, nördlich der Insel Shadwan gelegen, rund 65 km von der Stadt entfernt und liebevoll „Schiffsfriedhof" genannt. Star der Szene ist die 1869 gesunkene Carnatic; dazu kommen die griechische Chrysoula K, die deutsche Kimon M und weitere Rümpfe, die längst von Fischen und Korallenkolonien besiedelt sind. Ein Wrackrevier, wie es im Buche steht.
Für Einsteiger und für alle, die es entspannt mögen, ist Gota Abu Ramada ein Volltreffer — ein riesiger Korallenblock, das „Aquarium" von Hurghada, in dem Süßlippen, Barsche, Falterfische, Muränen, Barrakudas und mit etwas Glück Meeresschildkröten zu Hause sind. Das Riff Fanadir (Nord, Süd, Ost) ergänzt das Programm mit Kraken, Skorpion- und Steinfischen; hier bleibt man besser über 25 Metern.
Wer lieber schnorchelt oder mit der Familie unterwegs ist, steuert die Giftun-Insel an — einen Meeres-Nationalpark mit Canyons und Höhlen, dessen flache Riffe (Stichwort Orange Bay) zu den beliebtesten Schnorchel-Zielen der Region gehören. Der Besuch ist kostenpflichtig, der Transfer vom Ufer meist inklusive. Beliebte Basen sind unter anderem Ilios Dive Club und Dive Point Red Sea.
Anfänger oder Profi, Tagesboot oder Safari: Wer passt wohin?
Für den allerersten Tauchgang oder einen Schnupperkurs sind beide Orte geeignet — überall gibt es Tauchbasen mit Einführungskursen und Begleitung durch einen Tauchlehrer. Als Faustregel gilt: Hurghada bietet etwas mehr flache, strömungsarme Riffe (Gota Abu Ramada, Fanadir) und die größere, preislich umkämpftere Auswahl an Basen — angenehm für Familien und Kurseinsteiger. Ein PADI-Open-Water-Kurs dauert an beiden Orten rund drei Tage; wer schon zu Hause die Theorie per E-Learning absolviert, spart im Urlaub Zeit fürs Wasser.
Wer bereits zertifiziert ist und Steilwände, Strömung und großen Fischschwarm sucht, wird in Sharm in aller Regel glücklicher. Ras Mohammed und Tiran sind hier kaum zu schlagen. Der Klassiker unter den anspruchsvollen Tagestouren, das WWII-Wrack SS Thistlegorm, lässt sich von beiden Orten aus betauchen — es ist jedoch ein langer Tag: Von Sharm startet man häufig gegen 4 Uhr morgens, weil die Anfahrt per Boot rund vier Stunden dauert; von Hurghada ist es ähnlich lang. Ein Advanced-Brevet und etwas Tauchpraxis sind hier klar von Vorteil.
Die meisten Urlauber tauchen ohnehin per Tagesboot: morgens raus, zwei Tauchgänge, nachmittags zurück ins Hotel. Das ist flexibel, familienkompatibel und an beiden Orten der Standard — ideal, wenn Tauchen ein Teil des Urlaubs ist, nicht der ganze. Wer das Rote Meer in seiner ganzen Breite erleben will, steigt dagegen auf ein Liveaboard (Tauchsafari) um: mehrere Tage an Bord, dafür Zugang zu den entlegenen Top-Spots im Süden, die per Tagesboot nicht erreichbar sind. Hurghada ist der klassische Ausgangspunkt für die berühmten Nord- und Südrouten zu den Brothers, Daedalus und Elphinstone; für diese Reviere mit teils kräftiger Strömung wird mindestens das Advanced-Brevet dringend empfohlen, viele Basen verlangen zudem ein Mindest-Logbuch. Von Sharm aus laufen Safaris eher die Nordrouten und das Thistlegorm-Gebiet an. Faustregel: erster Tauchurlaub oder Familie → Tagesboot; ambitionierter Taucher mit Logbuch → Liveaboard, meist ab Hurghada.
Jahreszeiten & Wassertemperaturen
Das Rote Meer ist ein Ganzjahresrevier — die Wassertemperatur fällt praktisch nie unter 20 °C. Trotzdem lohnt der Blick auf den Kalender, vor allem wegen des Neoprens.
| Zeitraum | Wasser (ca.) | Neopren | Charakter |
|---|---|---|---|
| Dez–Feb | 21–23 °C | 5–7 mm | kühlste Phase, dünnere Menschenmassen, klare Sicht |
| Mär–Mai | 22–25 °C | 5 mm | Nebensaison, ruhige See, top Sicht |
| Jun–Aug | 27–29 °C | 3 mm/Shorty | wärmstes Wasser, lange, entspannte Tauchgänge |
| Sep–Nov | 26–28 °C | 5 mm | ausgeglichen, sehr gute Sicht |
Sharm liegt im Sommer minimal kühler als Hurghada (der Unterschied im August beträgt nur Bruchteile eines Grades). Die Übergangszeiten Frühjahr und Herbst gelten vielen als das ideale Fenster: warmes Wasser, ruhige See und beste Sicht. Im Winter ist tagsüber angenehm warm, die Nächte werden aber frisch — für den Bootstag lohnt eine windfeste Jacke. Wer die Reisezeit generell abwägt, findet Orientierung im Guide zur besten Reisezeit für Ägypten.
Kosten: Kurse, Tauchgänge & Marine-Park-Gebühren
Ägypten gehört zu den günstigsten Tauchdestinationen der Welt — ein wesentlicher Grund für seine Beliebtheit im deutschsprachigen Markt. Die folgenden Richtwerte stammen aus aktuellen Katalogen und Basispreislisten für 2026; vor Ort und je nach Basis können sie abweichen. Vor der Anreise gebucht ist meist günstiger als spontan am Urlaubsort.
| Leistung | Richtpreis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Bootsausflug zu den Riffen (Hurghada) | ab ~14 € (15 $) | Yacht/Motorboot, Schnorcheln |
| Einzeltauchgang mit Flasche | ab ~18 € (20 $) | Basen für Anfänger & Fortgeschrittene |
| Ras Mohammed (Schnorcheln, Sharm) | ab ~17 € (18 $) | Nationalpark, ~08–14 Uhr; Kind ~10 $ |
| Tiran per Yacht (Schnorcheln) | ~37 € (40 $) | Tauchen +12 $ pro Tauchgang |
| Tiran, zertifizierte Taucher | ~55–65 € (60/70 $) | 1 bzw. 2 Tauchgänge |
| Ufernaher Tauchgang Sharm | ~20 € (22 $) | für Anfänger, mit Einweisung |
| Giftun-Insel-Ticket (Hurghada) | ~18 € (19 $) | inkl. Transfer vom Ufer |
| PADI Open Water Kurs | ~280–410 € | 3 Tage, 4 Freiwassertauchgänge, Brevet |
| PADI Advanced Open Water | ab ~220 € | 2 Tage, Voraussetzung für viele Safaris |
Dazu kommen die Marine-Park-Gebühren: Für Ras Mohammed fällt eine Eintrittsgebühr an, die 2026 grob bei 5 US-Dollar für Schnorchler und rund 10–15 US-Dollar für Taucher liegt (teils als etwa 350 EGP ausgewiesen), zahlbar am Parktor. Viele Tauchbasen rechnen die Gebühr bereits in den Ausflugspreis ein — beim Buchen kurz nachfragen. Wichtig: An den Parktoren wird oft nur Bargeld akzeptiert; halten Sie ein paar Dollar oder Pfund bereit. Auch für die Giftun-Riffe und den Nabq-Park gelten Nationalpark-Tickets.
Praktisches: Visum, Sinai-Stempel & Umweltschutz
Ein Detail, das viele überrascht: Für Sharm el-Sheikh genügt oft der kostenlose Sinai-Stempel (bis zu 15 Tage), wenn Sie ausschließlich im Süd-Sinai bleiben — also Sharm, Dahab, Nuweiba und Taba. Das reicht für Strandurlaub und praktisch alle örtlichen Tauch- und Sinai-Ausflüge, inklusive Ras Mohammed und Tiran. Wollen Sie hingegen aufs Festland (Kairo, Luxor), brauchen Sie das vollwertige Visum (25 $, ab 1. März 2026 dann 30 $, in bar). In Hurghada stellt sich die Frage nicht: Hier reist man immer gleich mit regulärem Visum ein.
Zum Umweltschutz gehört mehr als guter Ton: Die Korallenriffe des Roten Meeres stehen unter gesetzlichem Schutz. Korallen zu berühren, abzubrechen oder auszuführen — ebenso Muscheln und Seesterne — ist verboten und wird mit empfindlichen Geldstrafen belegt. An Stränden mit Korallengrund sind Badeschuhe Pflicht, denn Schnittwunden von Korallen heilen langsam. Und: Achten Sie auf eine gute Auslandskrankenversicherung, die Tauchen einschließt — die medizinische Versorgung ist kostenpflichtig, und eine Dekokammer will man im Ernstfall abgedeckt wissen.
Fazit: Für wen eignet sich welcher Hub?
Sharm el-Sheikh ist die erste Wahl für zertifizierte Taucher, die Steilwände, Strömung und die schiere Fülle von Ras Mohammed und Tiran suchen — dazu ein gehobeneres, ruhigeres Umfeld und der praktische Sinai-Stempel für den reinen Tauch- und Strandurlaub. Hurghada gewinnt bei Wrackliebhabern, preisbewussten Reisenden, Familien mit Schnorchelplänen (Giftun/Orange Bay) und allen, die auf ein Liveaboard in den legendären Süden umsteigen möchten. Beide Reviere sind das ganze Jahr tauchbar, per Direktcharter erreichbar und gehören zu den besten und günstigsten Tauchzielen der Welt. Wer die Wahl nicht treffen mag: Viele kombinieren beides über die Jahre — und finden am Ende ihren eigenen Lieblingsplatz unter Wasser.

Häufige Fragen
Hurghada oder Sharm el-Sheikh — was ist besser zum Tauchen?
Beide sind erstklassig. Sharm el-Sheikh hat die spektakuläreren Steilwände und Weltklasse-Riffe (Ras Mohammed, Straße von Tiran) direkt vor der Haustür und eignet sich besonders für zertifizierte Taucher. Hurghada punktet mit berühmten Wracks (Abu Nahas), günstigeren Preisen, mehr Auswahl an Tauchbasen und der besseren Anbindung an Tauchsafaris in den Süden. Anfänger und Familien sind in Hurghada oft etwas entspannter aufgehoben, ambitionierte Taucher in Sharm.
Kann ich in beiden Orten das ganze Jahr über tauchen?
Ja. Die Wassertemperatur im Roten Meer fällt praktisch nie unter 20 °C. Im Sommer (Juni bis August) erreicht sie 27–29 °C, im Winter kühlt sie auf 21–23 °C ab. Für den Winter empfiehlt sich ein 5–7-mm-Neoprenanzug, im Hochsommer reicht ein 3-mm-Anzug oder Shorty. Frühjahr und Herbst gelten mit warmem Wasser, ruhiger See und bester Sicht als ideales Tauchfenster.
Was kostet ein Tauchgang oder ein Tauchkurs 2026?
Ein Einzeltauchgang mit Flasche startet bei etwa 18 € (20 $), ein Bootsausflug zu den Riffen ab rund 14 € (15 $). Ein PADI-Open-Water-Kurs (3 Tage, 4 Freiwassertauchgänge, Brevet) kostet je nach Basis etwa 280–410 €, der Advanced-Kurs ab rund 220 €. Vor der Anreise gebucht ist meist günstiger als spontan vor Ort. Dazu kommen Marine-Park-Gebühren.
Gibt es Eintrittsgebühren für die Meeres-Nationalparks?
Ja. Für Ras Mohammed fällt 2026 eine Gebühr an, grob 5 US-Dollar für Schnorchler und rund 10–15 US-Dollar für Taucher (teils als etwa 350 EGP ausgewiesen), zahlbar am Parktor — oft nur in bar. Auch für die Giftun-Riffe bei Hurghada und den Nabq-Park gelten Nationalpark-Tickets. Viele Tauchbasen rechnen diese Gebühren bereits in den Ausflugspreis ein; fragen Sie beim Buchen nach.
Von wo aus taucht man das berühmte Wrack SS Thistlegorm?
Das WWII-Wrack Thistlegorm lässt sich von beiden Orten aus betauchen, ist aber jeweils ein langer Tag. Von Sharm el-Sheikh startet man häufig gegen 4 Uhr morgens, weil die Bootsanfahrt rund vier Stunden dauert; von Hurghada ist die Fahrt ähnlich lang. Meist werden zwei Tauchgänge am Wrack angeboten. Ein Advanced-Brevet und etwas Tauchpraxis sind klar von Vorteil.
Tagesboot oder Tauchsafari (Liveaboard) — was passt zu mir?
Für den ersten Tauchurlaub, Familien oder wenn Tauchen nur ein Teil des Urlaubs ist, ist das Tagesboot ideal: morgens raus, zwei Tauchgänge, nachmittags zurück ins Hotel. Wer die entlegenen Top-Spots im Süden (Brothers, Daedalus, Elphinstone) erleben will, steigt auf ein Liveaboard um — Hurghada ist dafür der klassische Ausgangspunkt. Für diese Reviere wird mindestens das Advanced-Brevet dringend empfohlen.
Reicht für Sharm el-Sheikh der kostenlose Sinai-Stempel zum Tauchen?
Ja, für reinen Tauch- und Strandurlaub im Süd-Sinai genügt meist der kostenlose Sinai-Stempel (bis zu 15 Tage, gültig in Sharm, Dahab, Nuweiba und Taba). Er deckt Strand sowie die örtlichen Tauch- und Sinai-Ausflüge ab, inklusive Ras Mohammed und Tiran. Für Festland-Ausflüge nach Kairo oder Luxor brauchen Sie jedoch das vollwertige Visum (25 $, ab 1. März 2026 dann 30 $). In Hurghada reist man ohnehin immer mit regulärem Visum ein.
Sind die Reviere auch zum Schnorcheln gut, nicht nur zum Tauchen?
Absolut. In Sharm sind die flachen Riffdächer der Straße von Tiran und Teile von Ras Mohammed hervorragend zum Schnorcheln. In Hurghada gehören die Giftun-Insel und die Orange Bay zu den beliebtesten Schnorchel-Zielen der Region, dazu Riffe wie Gota Abu Ramada. Wichtig: Korallen nicht berühren, Badeschuhe tragen und ausschließlich lizenzierte Anbieter nutzen.
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