
Sharm el-Sheikh Reiseführer 2026: Riffe, Naama Bay & Sinai
Alles für den Sharm-Urlaub 2026: Sinai-Stempel statt Visum, die besten Hausriffe, Ausflüge mit Preisen, Naama Bay und Tipps zu Klima, Geld und Sicherheit.
Sharm el-Sheikh ist Ägyptens zweitgrößter Badeort am Roten Meer – und für viele der schönere: Die Korallenriffe beginnen hier oft schon wenige Meter vor dem Steg, das Wasser fällt ganzjährig nicht unter 20 °C, und wer nur an den Strand und zum Schnorcheln will, kommt mit dem kostenlosen Sinai-Stempel sogar ohne bezahltes Visum ins Land. Direkte Charterflüge aus dem deutschsprachigen Raum landen in vier bis fünf Stunden am Flughafen Sharm el-Sheikh (SSH), von dort sind es meist nur 15 bis 30 Minuten zum Hotel. Dieser Reiseführer bündelt, was Sie für die Planung 2026 wirklich brauchen: Klima und Reisezeit, Anreise, die Sache mit Visum und Sinai-Stempel, die besten Viertel und Riffe, Ausflüge samt Richtpreisen sowie ehrliche Hinweise zu Geld, Gesundheit und Sicherheit.
Klima und beste Reisezeit
Sharm el-Sheikh liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel, am Golf von Akaba, eingerahmt von den Naturschutzgebieten Ras Mohammed im Südwesten und Nabq im Nordosten. Das Klima ist heiß und wüstentrocken – aber die geringe Luftfeuchtigkeit macht selbst Hochsommer erträglicher als anderswo. Baden lässt sich das ganze Jahr, denn das Meer hält seine Temperatur.
Die angenehmste Reisezeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (Oktober, November): warme Tage, laue Abende, ideale Wassertemperaturen. Der Hochsommer bringt bis zu 40 °C – für Sonnenanbeter und Taucher kein Problem, für Sightseeing und den nächtlichen Aufstieg auf den Sinai eher anstrengend. Im Winter ist es tagsüber mild, doch die Nächte kühlen spürbar aus (teils bis 10 °C), sodass ein Pullover ins Gepäck gehört – erst recht für Wüstensafaris und den Berg. Eine ausführliche saisonale Einordnung für ganz Ägypten finden Sie in unserem Beitrag zur besten Reisezeit für Ägypten.
| Monat | Luft tagsüber | Wasser | Charakter |
|---|---|---|---|
| Dez–Feb | 21–24 °C | 21–22 °C | mild, kühle Nächte |
| Mär–Mai | 25–33 °C | 22–24 °C | ideal, Nebensaison |
| Jun–Aug | 36–40 °C | 26–28 °C | heiß, günstige Wassertemperatur |
| Sep–Nov | 28–34 °C | 26–27 °C | ideal, warmes Meer |
Anreise, Flughafen und Transfer
Die meisten deutschsprachigen Gäste kommen im Pauschal- oder Charterpaket, etwa mit TUI, FTI-Nachfolgern, Corendon oder Sun Express. Der Flughafen Sharm el-Sheikh (SSH) liegt nördlich der Hotelzonen, nur wenige Kilometer von Nabq und Sharks Bay entfernt. Bei gebuchter Pauschalreise wartet der Transferbus des Veranstalters direkt am Terminal – der bequemste Weg ins Hotel.
Wer individuell reist, nimmt am besten ein Taxi oder einen vorab organisierten Hoteltransfer. Den Fahrpreis mit dem Taxifahrer immer vor der Abfahrt aushandeln; ein Festpreis erspart Diskussionen am Ziel. Die Fahrt in die zentralen Viertel (Naama Bay, Hadaba) dauert je nach Lage 20 bis 40 Minuten. Mietwagen sind vor Ort möglich (ab rund 50 US-Dollar pro Tag), lohnen sich aber nur für Ausflüge auf eigene Faust – innerhalb des Ortes braucht man kein eigenes Auto.
Visum, Sinai-Stempel, Geld und Zoll
Hier liegt die wichtigste Besonderheit von Sharm el-Sheikh gegenüber Hurghada. Bei Ankunft haben Sie zwei Möglichkeiten:
- Kostenloser Sinai-Stempel – gilt bis zu 15 Tage und ausschließlich für den Süd-Sinai: Sharm el-Sheikh, Dahab, Nuweiba und Taba. Er reicht für Strandurlaub und praktisch alle lokalen Ausflüge – Ras Mohammed, die Insel Tiran, den Colored Canyon, den Sinai-Berg und das Katharinenkloster.
- Vollwertiges Touristenvisum – nötig, sobald Sie den Sinai verlassen, also für Tagesausflüge nach Kairo, Luxor, Alexandria oder Assuan. Die Visa-on-Arrival-Gebühr wurde zum 1. März 2026 von 25 auf 30 US-Dollar angehoben (in bar, am besten passend). Wer solche Festland-Ausflüge plant, beantragt das Visum am besten gleich bei der Einreise; alternativ funktioniert das E-Visum bequem vorab online.
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Landeswährung ist das Ägyptische Pfund (EGP); US-Dollar und Euro werden vielerorts akzeptiert, viele Ausflüge sind ohnehin in Dollar ausgezeichnet. Geld wechseln Sie günstiger in Banken und Wechselstuben als an der Hotelrezeption; Kartenzahlung ist in Hotels und größeren Restaurants üblich, auf dem Markt zählt Bargeld.
Beim Zoll gilt: Alkohol gibt es nur im Duty-Free (innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft) und in Hotelbars, nicht im normalen Supermarkt. Drohnen jeder Art sind verboten und werden am Flughafen einbehalten. Das Mitnehmen von Korallen, Muscheln und Seesternen aus dem Meer ist gesetzlich untersagt und wird mit hohen Geldstrafen geahndet – die Riffe stehen unter strengem Schutz.
Fortbewegung vor Ort
Innerhalb Sharms bewegt man sich am einfachsten per Taxi. Es gibt keine Taxameter, deshalb den Preis vorab vereinbaren – kurze Strecken kosten umgerechnet nur wenige Euro. Günstiger, aber weniger planbar, sind die Sammeltaxis (Minibusse), die ohne festen Fahrplan im Minutentakt entlang der Hauptstraßen verkehren; für Ortskundige und Sparfüchse eine echte Alternative.
Viele Hotels bieten Shuttle-Services zum SOHO Square oder nach Naama Bay. Wer flexibel bleiben will, mietet stundenweise ein Taxi mit Wartezeit – praktisch, um an einem Abend Old Market, Naama Bay und ein Restaurant zu kombinieren. Roller- und Autovermietung sind vorhanden, für den reinen Badeurlaub aber selten nötig.
Viertel und wo übernachten
Sharm zieht sich über rund 30 Kilometer entlang der Küste und gliedert sich in klar unterscheidbare Viertel. Die Wahl entscheidet stärker über den Urlaub als der Hotelstern:
- Naama Bay – das pulsierende Zentrum: breite Sandbucht, Promenade, Geschäfte, Restaurants, Bars und die traditionsreichsten Tauchbasen. Bequemer, flacher Wassereinstieg, dazu das lebhafteste Nachtleben. Erste Wahl für alle, die abends etwas erleben und Wege sparen wollen.
- Hadaba / Umm el-Sid – erhöhtes Viertel südlich von Naama Bay mit Meerblick und dem berühmten Hausriff Ras Um Sid, einem der besten Schnorchelspots der Stadt. Hier liegt auch das stimmungsvolle Farsha Café auf den Felsen.
- Sharks Bay und Ras Nasrani – ruhiger, näher am Flughafen, mit ausgezeichneten Riffen und großen Resorts; gut für Taucher und Erholungssuchende.
- Nabq – nördliche Zone am Naturschutzgebiet: viele Sandstrände und Lagunen, etwas windiger (ein Plus fürs Kite- und Windsurfen), meist ruhiger und oft preiswerter. Rund um den SOHO Square finden sich familienfreundliche Hotelcluster.
- Old Town / Old Market – das authentische Handelsviertel ohne eigenen Strand, dafür mit orientalischem Basar, günstigen Fischrestaurants und der Al-Sahaba-Moschee.
Die Hotels sind überwiegend 4- und 5-Sterne-Häuser mit All-Inclusive und reihen sich von Nabq bis Hadaba. Bekannte Adressen zur Orientierung sind das Rixos in Nabq (Premium, teils für Erwachsene), das Four Seasons im Luxussegment mit eigenem Hausriff, der Familiencluster Savoy/Sierra am SOHO Square, das Hyatt Regency in Hadaba mit berühmtem Riff und das Marriott mitten in Naama Bay. Faustregel: Familien mit kleinen Kindern wählen die Sandbuchten von Naama Bay oder Nabq mit flachem Einstieg; Taucher und Schnorchler bevorzugen die Riffviertel Hadaba, Sharks Bay und Ras Nasrani, wo das Hausriff direkt am Steg beginnt.
Wer sich zwischendurch für die Stadt selbst interessiert: Historische Denkmäler hat Sharm kaum, dafür ein paar sehenswerte Bauten. Die Al-Sahaba-Moschee neben dem Old Market beeindruckt im mamlukisch-fatimidischen Stil mit hohen Minaretten – innen nur für Muslime, außen ein beliebtes Fotomotiv, besonders abends beleuchtet. Sehenswert sind außerdem die im byzantinischen Stil erbaute koptisch-orthodoxe Kirche (Eintritt frei) und das Tutanchamun-Museum mit über hundert originalgetreuen Kopien der Grabschätze – die praktische Möglichkeit, in die Geschichte des alten Ägypten einzutauchen, ohne den Sinai zu verlassen.
Strände, Riffe und Tauchen
Sharms Ruf gründet auf seinen Hausriffen. Der Unterschied zu Hurghada: Die Korallen beginnen oft nur wenige Meter vom Ufer, weshalb viele Hotels lange Stege mit Leitern ins tiefe Wasser gebaut haben. Das ist ideal zum Schnorcheln, bedeutet aber, dass der klassische flache Sandeinstieg fehlt. Badeschuhe sind Pflicht – Schnittwunden von Korallen heilen langsam, und auf die Riffe zu treten ist ohnehin verboten.
Zwei Namen ragen heraus. Ras Mohammed, der Meeresnationalpark an der Sinai-Südspitze, gilt als Juwel des Roten Meeres: steile Steilwände, hunderte Korallenarten, dichter Fischreichtum, dazu Mangroven über Wasser. Die Riffe rund um die vorgelagerte Insel Tiran (Jackson, Woodhouse, Thomas, Gordon) zählen weltweit zu den Top-Spots – sowohl zum Schnorcheln als auch für zertifizierte Taucher. Einsteiger absolvieren ihren ersten Tauchgang oft bequem vom Ufer aus, mit Einweisung. Wie sich Sharm im direkten Vergleich schlägt, lesen Sie im Beitrag Rotes Meer: Tauchen in Hurghada oder Sharm.
Die besten Tauchbasen sind traditionell in Naama Bay konzentriert; sie führen Schnupperkurse für Anfänger ebenso durch wie anspruchsvolle Tauchgänge für Fortgeschrittene. Wer nicht taucht, aber die Unterwasserwelt sehen möchte, bucht ein Glasbodenboot oder ein Halb-U-Boot (rund 32 US-Dollar). Beliebt sind zudem Ausfahrten zur „Weißen Insel", einer Sandbank mitten im Meer, sowie Abendtörns mit Dinner an Bord. Erfahrene Taucher planen einen Tagesausflug zum weltberühmten Blue Hole bei Dahab, rund zwei Autostunden nördlich – das angrenzende Riff eignet sich gut zum Schnorcheln, der Schacht selbst ist Profis vorbehalten.
Ausflüge und Aktivitäten mit Preisen
Sharm ist nicht nur Strand, sondern auch idealer Ausgangspunkt für Meer, Wüste und Berge. Die folgenden Richtpreise stammen aus den Katalogen 2026 (pro Person, oft in US-Dollar ausgezeichnet); vor Ort gebuchte Touren sind meist teurer als vorab reservierte. Für Festland-Ausflüge nach Kairo oder Luxor gilt: Sie brauchen das vollwertige Visum, nicht nur den Sinai-Stempel.
| Ausflug | Richtpreis (Erwachsene) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Ras Mohammed (Boot) | ab 18 $ / Kinder 10 $ | Schnorcheln im Nationalpark |
| Insel Tiran (Yacht) | 40 $ / Kinder 20 $ | Riffe; Tauchgang +12 $ |
| Tauchen vom Ufer | 22 $ | für Anfänger, mit Einweisung |
| Quad-Safari | ab 15 $ | ~2 Std., Sonnenauf-/-untergang |
| Buggy-Safari | ab 40 $ | stärkeres Gefährt |
| Colored Canyon | ~20 $ / Kinder 10 $ | Anfahrt über Dahab, oft mit Riff |
| Sinai-Berg + Katharinenkloster | ~32 $ | Nachtaufstieg zum Sonnenaufgang |
| Kairo & Pyramiden (Bus) | ab 47 $ / Kinder 35 $ | Nachtfahrt, ~8 Std. je Richtung |
| Kairo per Flug | ab 265 $ | spart die lange Busfahrt |
| Luxor per Flug | ab 255 $ | Karnak, Tal der Könige |
Unter Wasser lohnen Bootstouren nach Ras Mohammed und Tiran am meisten. An Land ist die Quad- oder Buggy-Safari in die Sinai-Wüste, meist mit Stopp in einem Beduinendorf, der Klassiker; abends locken Sterne-Beobachtung auf der „Beduineninsel" und der farbenprächtige Colored Canyon. Der nächtliche Aufstieg auf den 2.285 Meter hohen Mosesberg mit Sonnenaufgang am Gipfel und Besuch des rund 1.700 Jahre alten Katharinenklosters gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der Halbinsel – warme Kleidung nicht vergessen. Familien steuern die Wasserparks Aqua Blu und Cleo Park, das Delfinarium Dolphina Park oder die Show „Alf Leila wa Leila" an.
Naturfreunde ergänzen die Wüstentour um den Colored Canyon, dessen Felswände sich durch Eisen- und Manganeinlagerungen von silbrig bis scharlachrot färben, oder um eine Jeep-Ausfahrt zum Süßwassersee im Schutzgebiet Abu Galum. Weniger bekannt, aber lohnend sind die rund 6.000 Jahre alten Grabkammern von Nawamis und der Tempel Serabit el-Chadim, eines der wichtigsten archäologischen Denkmäler des Sinai.
Wer den Sprung aufs Festland wagt, sollte die Distanzen nicht unterschätzen: Kairo per Bus bedeutet zwei lange Nachtfahrten, der Flug spart Zeit und Nerven. Für die Pyramiden lohnt sich der Abstecher zum spektakulären neuen Grand Egyptian Museum bei Gizeh, das seit Ende 2025 vollständig geöffnet ist (Ticket rund 1.450 EGP). Auch Kairo und Luxor sind als Tagesflug machbar, wenn auch lang.
Küche, Shopping und Nachtleben
Sharm el-Sheikh ist Ägyptens partyfreudigster Badeort, und die Küche ist würzig und herzhaft – Schweinefleisch gibt es nicht. Unbedingt probieren sollten Sie Koshari (Reis, Nudeln, Linsen mit Tomatensauce), Ful und Ta'meya (die ägyptische Falafel) zum Frühstück sowie frischen Fisch, Garnelen und Tintenfisch vom Grill, die in den Fischrestaurants der Altstadt am besten schmecken. Dazu Kebab und Kofta, zum Nachtisch Baklava, Om Ali und Kunafa. Tiefer in die Landesküche taucht unser ägyptischer Food-Guide ein.
Eingekauft wird an drei Orten: auf dem orientalischen Old Market (Gewürze, ätherische Öle, Leder, Wasserpfeifen, Souvenirs – hier wird gefeilscht, die Preise sind bewusst überhöht), auf der Promenade von Naama Bay (Markenläden, etwas teurer) und am modernen SOHO Square in Nabq mit Boutiquen, Eisbahn und dem berühmten singenden Springbrunnen, dessen Licht-Musik-Show jeden Abend läuft. Typische Mitbringsel sind Gewürze, ätherische Öle, ägyptische Baumwolle, Papyrus und orientalische Süßigkeiten.
Das Nachtleben konzentriert sich auf Naama Bay: Bars, Restaurants und Clubs, die bis in den Morgen offen haben, darunter der Großclub Pacha und die asiatische Bar-Lounge Little Buddha. Ruhiger und stimmungsvoller ist das Farsha Café in Hadaba, ein Terrassen-Lokal auf den Felsen mit Kissen, Wasserpfeife und Sonnenuntergang über dem Meer – der schönste Ort für einen entspannten Abend. Familien fahren zum SOHO Square mit Springbrunnen, Shows und Bowling.
Gesundheit, Sicherheit und Trinkgeld
Die medizinische Versorgung ist kostenpflichtig, deshalb ist eine Auslandskrankenversicherung vor der Reise unverzichtbar; im Ernstfall zuerst die Nummer auf der Police anrufen. Trinken Sie nur abgefülltes Wasser, meiden Sie Eiswürfel und ungewaschenes Obst in Straßencafés, und packen Sie Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden sowie starken Sonnenschutz ein. An Korallenstränden sind Badeschuhe Pflicht. Insgesamt gilt Sharm als sehr sicherer Urlaubsort; wie es um die Lage im ganzen Land steht, ordnet unser Beitrag Ist Ägypten sicher? ein.
Ägypten ist konservativ: Außerhalb der Hotelanlage tragen Frauen Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt; oben ohne baden ist tabu. Beim Moscheebesuch bedecken Frauen Kopf, Schultern und Beine, am Eingang zieht man die Schuhe aus. In belebten Zonen wie Old Market, SOHO Square und Naama Bay auf Taschen und Wertsachen achten und nur lizenzierte Ausflugsanbieter buchen.
Trinkgeld (Bakschisch) gehört zum Alltag und ist ein wesentlicher Teil des Einkommens vieler Beschäftigter: etwa 10 Prozent im Restaurant, ein paar Pfund fürs Kofferpersonal und Zimmermädchen, mehr für einen guten Reiseleiter. Kleine Scheine parat zu haben, macht vieles leichter – und wird mit einem herzlichen „Shukran" zurückgegeben.

Häufige Fragen
Brauche ich für Sharm el-Sheikh ein Visum?
Für reinen Strandurlaub im Süd-Sinai nicht zwingend: Bei Ankunft erhalten Sie kostenlos den Sinai-Stempel, der bis zu 15 Tage gilt und für Sharm el-Sheikh, Dahab, Nuweiba und Taba sowie alle lokalen Ausflüge (Ras Mohammed, Tiran, Colored Canyon, Sinai-Berg) reicht. Sobald Sie aber den Sinai verlassen, etwa für einen Tagesausflug nach Kairo oder Luxor, brauchen Sie das vollwertige Touristenvisum.
Was kostet das ägyptische Visum 2026?
Das Visa-on-Arrival kostet seit dem 1. März 2026 30 US-Dollar (vorher 25), zahlbar in bar bei der Einreise. Alternativ können Sie das E-Visum vorab online beantragen. Der kostenlose Sinai-Stempel bleibt davon unberührt und ist weiterhin gratis, gilt aber nur für den Süd-Sinai.
Wann ist die beste Reisezeit für Sharm el-Sheikh?
Am angenehmsten sind Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (Oktober, November) mit warmen Tagen und lauen Abenden. Der Hochsommer bringt bis zu 40 Grad, ist wegen der trockenen Luft aber erträglich und beschert die wärmste Wassertemperatur. Im Winter ist es tagsüber mild, die Nächte kühlen jedoch stark ab – Baden ist ganzjährig möglich.
Ist Sharm el-Sheikh besser zum Tauchen als Hurghada?
Sharm punktet mit Hausriffen direkt am Ufer und Weltklasse-Spots wie Ras Mohammed und der Insel Tiran, die zu den besten des Roten Meeres zählen. Der Preis: Der Einstieg erfolgt oft über Stege statt flachem Sandstrand, und Badeschuhe sind Pflicht. Für Taucher und Schnorchler ist Sharm meist die erste Wahl, für Familien mit flachem Sandeinstieg eher die Buchten von Naama Bay oder Nabq.
In welchem Viertel sollte ich übernachten?
Naama Bay ist das lebhafte Zentrum mit Promenade, Nachtleben und flachem Wassereinstieg – ideal, wenn Sie abends etwas erleben möchten. Hadaba und Sharks Bay bieten die besten Hausriffe für Schnorchler und Taucher. Nabq ist ruhiger, oft günstiger und windiger (gut fürs Kitesurfen), mit familienfreundlichen Hotels am SOHO Square.
Kann ich von Sharm el-Sheikh die Pyramiden besuchen?
Ja, aber Kairo liegt weit entfernt. Per Bus sind es rund acht Stunden je Richtung (Nachtfahrt, ab etwa 47 US-Dollar), der Flug spart Zeit und Nerven (ab rund 265 US-Dollar). Wichtig: Für diesen Ausflug reicht der Sinai-Stempel nicht, Sie brauchen das vollwertige Visum. Vor Ort lohnt der Besuch des neuen Grand Egyptian Museum bei Gizeh.
Wie viel kosten Ausflüge in Sharm el-Sheikh?
Bootstouren nach Ras Mohammed gibt es ab etwa 18 US-Dollar, zur Insel Tiran ab 40, eine Quad-Safari ab 15, der Sinai-Berg mit Katharinenkloster liegt bei rund 32 US-Dollar. Vorab gebuchte Touren sind meist günstiger als vor Ort. Die Preise sind Richtwerte aus den Katalogen 2026 und schwanken saisonal.
Darf ich Korallen oder Muscheln als Souvenir mitnehmen?
Nein. Die Riffe des Roten Meeres stehen unter strengem Schutz; das Berühren, Abbrechen und die Ausfuhr von Korallen, Muscheln und Seesternen sind gesetzlich verboten und werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Auch das Betreten der Riffe beim Schnorcheln ist tabu – deshalb sind Badeschuhe Pflicht.
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