
Marsa Alam Reiseführer (2026): Ägyptens ruhiges Tauchparadies am Roten Meer
Direktflüge, beste Reisezeit, Visum, Hotels, die besten Riffe und Ausflüge mit Preisen – alles für Ihren Urlaub in Marsa Alam.
Marsa Alam ist Ägyptens ruhiger Tauch- und Badeort am südlichen Roten Meer – rund 275 Kilometer südlich von Hurghada und ein Musterbeispiel für alles, was Hurghada nicht ist: keine lauten Boulevards, keine Großraumdiskos, dafür Hausriffe direkt vor der Hotelanlage, Meeresschildkröten in der Bucht von Abu Dabbab, Delfine am Samadai-Riff und ein Sternenhimmel, wie man ihn in Europa kaum noch sieht. Für deutsche Urlauber ist der Ort besonders bequem: Der Flughafen RMF wird im Winter- wie im Sommerflugplan mit Direktcharter von TUI fly, Corendon, Eurowings und Air Cairo bedient, die Flugzeit ab Frankfurt oder Düsseldorf liegt bei etwa fünfeinhalb Stunden, und fast alle Hotels arbeiten nach dem All-inclusive-Prinzip. Wer Ruhe, klares Wasser und eines der besten Schnorchel- und Tauchreviere Ägyptens sucht, ist hier richtig. Wer Nachtleben und Sightseeing zu Fuß erwartet, sollte eher Hurghada oder Sharm el-Sheikh wählen.
Dieser Guide fasst zusammen, was für die Planung wirklich zählt: Klima und beste Reisezeit, Anreise und Transfer, Visum und Geld, die Wahl der Region und des Hotels, die schönsten Strände und Riffe sowie Ausflüge samt aktueller Richtpreise.
Klima und beste Reisezeit
Marsa Alam liegt in der heißen, trockenen Wüstenzone am Roten Meer, und das Wasser ist meist ein, zwei Grad wärmer als weiter nördlich in Hurghada. Regen fällt praktisch nie. Das macht den Ort ganzjährig bereisbar, aber die Nuancen entscheiden über den Komfort.
Am angenehmsten sind die Übergangsmonate April/Mai und Oktober/November: warme, aber nicht drückende Tage, angenehm temperiertes Meer und moderate Preise. Von Juni bis September wird es mit bis zu 40 bis 42 Grad wirklich heiß – für reine Strand- und Poolferien kein Problem, für Ausflüge in die Wüste oder nach Luxor aber anstrengend. Von Dezember bis März bleibt es tagsüber mit 20 bis 25 Grad mild; auflandiger Wind kann das Meer dann aufwühlen, und einzelne Hotels verlegen das Baden zeitweise in beheizte Pools. Wer im Winter bucht, sollte auf windgeschützte Lagen oder Lagunen achten.
| Monat | Luft tagsüber | Wassertemperatur | Einschätzung |
|---|---|---|---|
| Januar | ~22 °C | ~22 °C | mild, teils windig |
| Februar | ~23 °C | ~22 °C | mild, teils windig |
| März | ~25 °C | ~22 °C | angenehm |
| April | ~29 °C | ~24 °C | ideal |
| Mai | ~32 °C | ~26 °C | ideal |
| Juni | ~35 °C | ~27 °C | heiß |
| Juli | ~37 °C | ~28 °C | sehr heiß |
| August | ~38 °C | ~29 °C | sehr heiß |
| September | ~35 °C | ~28 °C | heiß, Wasser top |
| Oktober | ~32 °C | ~27 °C | ideal |
| November | ~27 °C | ~25 °C | ideal |
| Dezember | ~23 °C | ~23 °C | mild, teils windig |
Einen ausführlichen Monatsvergleich für das ganze Land finden Sie in unserem Beitrag zur besten Reisezeit für Ägypten. Ein Hinweis für die Feinplanung: Der Ramadan fällt 2026 auf etwa 18. Februar bis 20. März – in den Hotels merkt man davon wenig, doch außerhalb kann tagsüber weniger geöffnet sein.
Anreise: Direktflug, Flughafen und Transfer
Der internationale Flughafen Marsa Alam (Code RMF) ist der große Vorteil des Ortes. Statt eines langen Landtransfers ab Hurghada landen deutsche Gäste heute direkt: Im Flugplan 2026 fliegen unter anderem TUI fly, Corendon, Eurowings und Air Cairo ab Frankfurt, Düsseldorf, München, Köln/Bonn, Hannover und Stuttgart nach RMF. Die reine Flugzeit beträgt etwa 5 Stunden 25 Minuten. Die meisten Verbindungen sind Charter- oder Ferienflüge im Rahmen eines Pauschalpakets, es gibt aber auch Nurflug-Tickets.
Der Flughafen liegt rund 60 Kilometer nördlich der Hotelzone und nur wenige Fahrminuten von der Marina Port Ghalib entfernt. Wer ein Pauschalpaket bei TUI, Corendon oder einem anderen Veranstalter bucht, hat den Transfer zum Hotel in der Regel bereits inklusive – ein klarer Pluspunkt gegenüber der Eigenanreise. Individualreisende nehmen ein Flughafentaxi; der Preis sollte vor Fahrtantritt fest vereinbart werden.
Eine Alternative ist die Anreise über Hurghada, das mehr Flugverbindungen hat. Von dort sind es allerdings rund drei Stunden Landfahrt: per Bus (Adressen wie GoBus, ab etwa 25 €) günstig, per Taxi bequemer, aber mit bis zu rund 100 € deutlich teurer. Für die meisten Deutschen ist der Direktflug nach RMF die einfachere Wahl. Wie sich die beiden Reviere sonst unterscheiden, lesen Sie im Reiseführer für Hurghada.
Visum, Geld und Zoll
Deutsche Staatsbürger brauchen für Ägypten ein Visum. Wichtig für Marsa Alam: Der kostenlose „Sinai-Stempel" gilt hier nicht – der wird nur auf der Sinai-Halbinsel (Sharm, Dahab, Nuweiba, Taba) erteilt. Marsa Alam liegt auf dem Festland, hier bekommt man ein reguläres, vollwertiges Touristenvisum, das sofort alle Ausflüge nach Luxor, Assuan oder Kairo erlaubt.
Für das Visum gibt es zwei bequeme Wege. Erstens das E-Visum online über das offizielle Portal visa2egypt.gov.eg (ab etwa 25 € über Anbieter, offizieller Preis rund 30 US-Dollar) – vor der Abreise beantragt, spart es die Warteschlange bei Ankunft. Zweitens das Visa on Arrival direkt am Flughafen RMF: Man kauft die Visamarke an einem Bankschalter im Ankunftsbereich noch vor der Passkontrolle. Seit dem 1. März 2026 kostet es 30 US-Dollar (rund 28 €, vorher 25 US-Dollar). Bezahlt wird in bar, üblich sind US-Dollar oder Euro. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Seit Anfang 2026 läuft die Einreise digital (APIS) ab, die früheren Papier-Einreisekarten entfallen. Details zu den Optionen bündelt unser Visum-Ratgeber für Ägypten.
Landeswährung ist das Ägyptische Pfund (EGP). Wechselstuben gibt es am Flughafen, in Banken, in Port Ghalib und an der Hotelrezeption (dort meist zum schlechteren Kurs). Praktisch ist es, kleine Euro- oder Dollarnoten dabeizuhaben, denn viele Ausflüge werden bar in diesen Währungen bezahlt. Kalkulieren Sie ein, dass das Preisniveau in Marsa Alam insgesamt höher liegt als in Hurghada. Beim Zoll gelten die üblichen Freimengen (200 Zigaretten, 1 Liter Alkohol, persönliche Foto- und Tauchausrüstung); die Einfuhr von Drohnen ist verboten, ebenso die Ausfuhr von Korallen und Muscheln.
Fortbewegung und wo man übernachtet
Man muss ehrlich sein: Marsa Alam hat kaum eine „Stadt" im klassischen Sinn und so gut wie keinen öffentlichen Nahverkehr. Das gesamte Urlaubsleben spielt sich in den entlang der Küste aufgereihten Hotelanlagen und in der Marina Port Ghalib ab. Wer außerhalb des Hotels etwas unternehmen will, nutzt Taxis oder den Hoteltransfer; Ausflüge und Bootstouren werden ohnehin mit Abholung organisiert. Das ist weniger ein Nachteil als eine bewusste Entscheidung für einen ruhigen Urlaub – praktisch heißt es aber, dass bei der Hotelwahl die Lage stärker zählt als anderswo. Eine lokale SIM-Karte (Vodafone, Orange oder Etisalat, erhältlich am Flughafen) ist günstig und für Karten und Erreichbarkeit sinnvoll; beachten Sie, dass Ägypten Sprachanrufe über WhatsApp oder Skype zeitweise einschränken kann.
Marsa Alam ist ein junger Ferienort, entsprechend neu und modern sind die Hotels – die „Bettenburgen" aus den Neunzigern fehlen fast völlig, fast alles läuft als All-inclusive-Anlage mit eigenem Strand, Pools und oft eigener Tauchbasis. Weil Sie viel Zeit auf dem Hotelgelände verbringen, lohnt es, die Gegend gezielt zu wählen.
- Port Ghalib – die noble, „zivilisierteste" Zone rund um die Yachtmarina, mit Promenade, Restaurants, Läden und Tauchbasen. Der einzige Ort, an dem man abends bequem außerhalb des Hotels flanieren kann; ideal, wenn man nicht ausschließlich in der Anlage bleiben möchte.
- Küste von Marsa Alam – die Hauptlinie neuer Vier- und Fünf-Sterne-Hotels mit eigenen Stränden und Hausriffen. Das klassische Revier für Taucher und Schnorchler.
- Abu Dabbab – eigene Schutzgebietsbucht mit Hotel in erster Reihe, perfekt für alle, die Schildkröten und Schnorcheln direkt vor der Tür wollen.
- El Quseir – das benachbarte alte Hafenstädtchen weiter nördlich; Suchmaschinen fassen es oft mit Marsa Alam zusammen, obwohl es eigenständig und atmosphärisch ist. Bei der Buchung auf die genaue Lage achten.
Zur Orientierung sind unter deutschen Gästen etwa das familienfreundliche Jaz Grand Marsa, das Hilton Marsa Alam Nubian Resort, das Novotel Marsa Alam, das Malikia Resort Abu Dabbab (direkt am Schutzgebiet) sowie das reine Adults-only-Haus Steigenberger Coraya Beach beliebt. Die Preise liegen spürbar über Hurghada – Reiseberichte nennen häufig das Anderthalb- bis Zweifache. Am günstigsten reisen Sie in der Nebensaison (April/Mai, Oktober/November).
Strände, Riffe und Meer
Die Küste zieht sich über mehr als 50 Kilometer feinen weißen Sandes hin – sauber, malerisch und deutlich weniger besucht als weiter nördlich. Grob gibt es zwei Strandtypen: Riffstrände, an denen das Korallenriff fast direkt am Ufer beginnt (Zugang oft über lange Stege), und geschützte Lagunen hinter Barriereriffen mit flachem, wellenarmem Einstieg – ideal für Familien mit Kindern. Weil der Grund vielerorts steinig und korallig ist, gehören Badeschuhe mit fester Sohle unbedingt ins Gepäck; sie schützen vor Korallensplittern und Seeigeln.
Zu den schönsten Abschnitten zählen:
- Sharm el-Luli – einer der fotogensten Strände der Küste, rund 60 Kilometer südlich, mit karibisch anmutendem Türkiswasser und einem reichen Riff; ein Klassiker für einen Schnorchel- und Strandtag.
- Abu Dabbab – die Schutzgebietsbucht nördlich des Ortes, berühmt für große Grüne Meeresschildkröten und die seltenen Dugongs (Seekühe) direkt am Ufer, mit ruhiger Strömung und guter Infrastruktur.
- Marsa Mubarak – ebenfalls Lebensraum von Schildkröten und Dugongs, beliebtes Ziel für Schnorchelausflüge ab Port Ghalib.
- Qulaan-/Hamata-Inseln – unberührte Inselgruppe im Süden des Wadi el-Gemal, per Yacht erreichbar, mit besonders reicher Unterwasserwelt.
Tauchen, Schnorcheln und Bootsausflüge
Für viele ist die Unterwasserwelt der eigentliche Grund für Marsa Alam – Taucher schwärmen davon, dass die Fauna hier stellenweise reicher sei als selbst im berühmten Ras-Mohammed-Park bei Sharm. Bei den meisten großen Hotels gehört eine eigene Tauchschule dazu, und viele Hausriffe liegen direkt am Strand. Die bekanntesten Tauchplätze:
- Abu Dabbab – großes Barriereriff und Bucht, top für Schnorchler und Tauchanfänger: Schildkröten, Dugongs, Rochen, Kraken, Seepferdchen.
- Elphinstone – isoliertes Riff etwa 12 Kilometer vor der Küste mit senkrechten Steilwänden über 100 Meter Tiefe; ein Klassiker fürs Wandtauchen und Begegnungen mit Haien und Barrakudas – etwas für erfahrene Taucher.
- Samadai-Riff („Delfinhaus") – Schutzgebiet südlich des Ortes mit großer Delfinpopulation, dazu Zackenbarsche, Muränen und Riffhaie in den Höhlen.
- Malakki und Shaab Abu Galawa (mit einem gesunkenen Schlepper) – lohnende Ziele für Anfänger beziehungsweise Freunde des Wracktauchens.
Für Tauchpakete nennen Kataloge Richtwerte um 220 € für sieben Tage mit unbegrenzten Tauchgängen oder rund 330 € für ein 17-Tauchgänge-Paket, je nach Basis. Ein Schnuppertauchgang im Rahmen eines Bootsausflugs beginnt bei etwa 45 US-Dollar. Wie Marsa Alam im direkten Vergleich zu anderen Revieren abschneidet, ordnet unser Überblick zum Tauchen am Roten Meer ein.
Ausflüge und Aktivitäten mit Richtpreisen
Neben Meer und Riff lockt die Arabische Wüste hinter der Küste. Beliebt sind Quad-, Buggy- und Jeep-Safaris mit Abstecher in ein Beduinendorf, oft mit Kamelritt und Beduinentee bei Sonnenauf- oder -untergang. Der Nationalpark Wadi el-Gemal („Tal der Kamele") liegt nur eine halbe Stunde entfernt und verbindet Wüste und Meer: Kamele, wilde Gazellen, verlassene Smaragdminen und ein in den Fels gehauener Tempel, dazu unberührte Küstenriffe zum Schnorcheln.
Ein geografischer Trumpf: Nach Luxor ist es von Marsa Alam näher als von Hurghada – rund vier Stunden pro Richtung. Und weil hier das reguläre Visum gilt, sind Ausflüge sofort möglich. Auch Kairo, Assuan und Abu Simbel lassen sich als (lange) Tagestouren erreichen. Die folgenden Richtpreise stammen aus Online-Ausflugskatalogen für 2026; bei den Hotel-Guides vor Ort liegen sie oft deutlich höher.
| Ausflug | Richtpreis Erwachsener | Was inbegriffen ist |
|---|---|---|
| Abu Dabbab (Schildkröten, Schnorcheln) | ab ca. 25 US$ (~23 €) | oft ab Hotelstrand organisiert |
| Marsa Mubarak (Schnorcheln, Schutzgebiet) | ab ca. 45 US$ (~42 €) | Yacht, Ausrüstung, Mittagessen |
| Quad-Safari (Wüste, Beduinendorf) | ab ca. 40 US$ (~37 €) | Sonnenauf-/-untergang, Tee, Kamelritt |
| Delfinhaus (Samadai-/Sataya-Riff) | ab ca. 70 US$ (~65 €) | Yacht, Schnorcheln, Mittagessen |
| Tauchen (1 Tauchgang, Boot) | ab ca. 90 US$ (~83 €) | Yacht, Ausrüstung, Einweisung |
| Kairo & Pyramiden von Gizeh | ab ca. 110 US$ (~102 €) | ~10 Std Fahrt, Museum, Sphinx |
| Luxor (Karnak, Hatschepsut) | ab ca. 115 US$ (~106 €) | ~4 Std Fahrt pro Richtung |
Für die Fahrt nach Luxor lohnt sich vorab ein Blick auf unseren Tagesausflug nach Luxor – die Logik ist ähnlich, nur die Fahrzeit fällt ab Marsa Alam etwas kürzer aus. Wer in Kairo das neue Große Ägyptische Museum einplant: Es ist seit November 2025 vollständig geöffnet, der Erwachsenen-Eintritt liegt bei rund 1.450 EGP, Zeitfenster-Tickets bucht man am besten online.
Küche, Shopping und Abende
Kulinarisch dreht sich für die meisten Gäste alles um das All-inclusive-Angebot im Hotel. Die wichtigste gastronomische Adresse außerhalb ist Port Ghalib mit Restaurants wie dem Sultana Cafe oder dem Divino am Wasser. Probieren sollte man frischen gegrillten Fisch und Meeresfrüchte, dazu ägyptische Klassiker wie Koshari, Ful und Ta'meya sowie orientalische Süßspeisen wie Baklava oder Om Ali; in der Saison locken frische Datteln und Mangos. Alkohol gibt es in den Hotels und im Duty-free, außerhalb ist die Auswahl begrenzt.
Zum Einkaufen ist Port Ghalib die zentrale Flaniermeile mit Souvenirläden; typische Mitbringsel sind ätherische Öle, Gewürze, Datteln und maritimer Schmuck. Das benachbarte El Quseir mit seinem alten Fort ist eher ein Ausflug wegen der Atmosphäre als wegen der Läden. Die Abende bleiben ruhig: Hotelanimation, Livemusik, ein Drink an der Poolbar, ein Bummel entlang der Marina oder ein Beduinen-Abendessen in der Wüste. Große Clubs wie in Sharm oder Hurghada sucht man vergeblich – der dunkle, kaum lichtverschmutzte Himmel und die Sterne sind hier das eigentliche Nachtprogramm.
Gesundheit, Sicherheit und Trinkgeld
Die medizinische Versorgung ist in Ägypten kostenpflichtig und in Marsa Alam bescheidener als in Hurghada – eine Auslandskrankenversicherung ist Pflichtprogramm. Trinken Sie nur abgefülltes Wasser, meiden Sie Eis in einfachen Straßencafés und ungewaschenes Obst, und packen Sie Sonnenschutz sowie Mittel gegen Magenverstimmung ein. Am Strand gehören Badeschuhe wegen Korallen und Seeigeln dazu.
Der Ort selbst gilt als sicher und entspannt. Beachten Sie die konservativen Gepflogenheiten: Badebekleidung nur am Strand und am Pool, außerhalb Schultern und Knie bedecken; die Korallenriffe stehen unter Schutz, das Berühren oder Mitnehmen ist verboten und wird geahndet. Buchen Sie Tauch- und Ausflugsanbieter mit Lizenz und international zertifizierten Guides. Trinkgeld (Bakschisch) ist üblich und Teil der Servicekultur – ein paar Scheine für Zimmerpersonal, Kellner und Fahrer sind selbstverständlich. Wie viel angemessen ist, erklärt unser Ratgeber zu Geld und Trinkgeld in Ägypten.

Häufige Fragen
Gibt es Direktflüge von Deutschland nach Marsa Alam?
Ja. Der Flughafen Marsa Alam (RMF) wird im Flugplan 2026 von TUI fly, Corendon, Eurowings und Air Cairo direkt angeflogen, unter anderem ab Frankfurt, Düsseldorf, München, Köln/Bonn, Hannover und Stuttgart. Die reine Flugzeit beträgt etwa 5 Stunden 25 Minuten. Die meisten Verbindungen sind Ferien- oder Charterflüge, oft als Teil eines Pauschalpakets mit inkludiertem Transfer.
Brauche ich als Deutscher ein Visum, und was kostet es 2026?
Ja, deutsche Staatsbürger brauchen ein Visum. Seit dem 1. März 2026 kostet es 30 US-Dollar (rund 28 €), zahlbar in bar in US-Dollar oder Euro am Bankschalter im Ankunftsbereich, bevor Sie zur Passkontrolle gehen. Alternativ beantragen Sie vorab das E-Visum online. Der wichtige Punkt für Marsa Alam: Der kostenlose Sinai-Stempel gilt hier nicht, weil der Ort auf dem Festland liegt – Sie erhalten ein vollwertiges Touristenvisum.
Was ist besser: Marsa Alam oder Hurghada?
Das hängt vom Reisetyp ab. Marsa Alam ist ruhiger, naturnäher und hat oft bessere Hausriffe sowie wärmeres Wasser, aber kaum Nachtleben und keine echte Stadt. Hurghada ist lebhafter, günstiger und hat mehr Shopping, Bars und Ausflugsauswahl. Für Taucher, Schnorchler und Erholungssuchende ist Marsa Alam ideal; wer Abwechslung und Party möchte, ist in Hurghada besser aufgehoben.
Wann ist die beste Reisezeit für Marsa Alam?
Am angenehmsten sind April/Mai und Oktober/November mit warmen Tagen und angenehm temperiertem Meer. Von Juni bis September wird es mit bis zu 40 Grad sehr heiß (perfekt fürs Wasser, anstrengend für Wüsten- und Kulturausflüge). Von Dezember bis März ist es tagsüber mild um 20 bis 25 Grad, kann aber windig sein, sodass einzelne Hotels das Baden zeitweise in beheizte Pools verlegen.
Kann man von Marsa Alam Ausflüge nach Luxor oder Kairo machen?
Ja. Weil in Marsa Alam das reguläre Visum gilt, sind alle Ausflüge sofort erlaubt. Nach Luxor ist es sogar näher als von Hurghada – etwa vier Stunden pro Richtung (ab ca. 115 US$). Kairo mit den Pyramiden ist als lange Tagestour mit rund zehn Stunden Anfahrt möglich (ab ca. 110 US$). Assuan und Abu Simbel lassen sich ebenfalls erreichen.
Für wen lohnt sich Marsa Alam – und für wen nicht?
Ideal für Taucher, Schnorchler, Familien und alle, die einen ruhigen, entschleunigten Strandurlaub mit intakter Natur suchen. Highlights sind Schildkröten und Dugongs in Abu Dabbab, Delfine am Samadai-Riff und der Nationalpark Wadi el-Gemal. Weniger geeignet ist der Ort für Reisende, die Nachtleben, viele Restaurants außerhalb des Hotels oder Sightseeing zu Fuß erwarten – hier spielt sich fast alles in der Hotelanlage und in Port Ghalib ab.
Braucht man in Marsa Alam Badeschuhe?
Unbedingt. Viele Strände sind Riffstrände mit steinigem, koralligem Grund; Badeschuhe mit fester Sohle schützen die Füße vor scharfen Korallensplittern und Seeigeln. An einigen Abschnitten und in geschützten Lagunen gibt es auch reinen Sandeinstieg, aber ein Paar Aquaschuhe gehört auf jeden Fall ins Gepäck.
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